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Dienstag, 3.August

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Führungen & Ausstellungen[Ausstellungen]


Bild von Bis auf Weiteres geschlossen!

vom 02.10.20 bis 01.10.21

Bis auf Weiteres geschlossen!

Oberer Torturm mit Sammlung Fossilien des Jura Lichtenfels

Unter verschiedenen Namen ist er bekannt: Oberer Torturm, Kronacher Torturm, Pfeifer- und Pfeufferturm, Wartturm. Seit Jahrhunderten prägt er das Stadtbild. Er ist mit Sicherheit eines der ältesten Bauwerke der Stadt, auch wenn sich das Jahr seiner Errichtung nicht genau nachweisen lässt. Urkunden des 14. Jahrhunderts erwähnen das Obere Tor, jedoch nicht den dazugehörigen Turm.

Heinrich Mayer (Bamberg) vertritt die These, der untere Teil des Turmes sei um 1398 bis 1421 unter Bischof Albert von Wertheim entstanden. 1551 werden die beiden unteren Geschosse des Oberbaues ausgebaut. Eine Zeichnung wohl
um 1733, wahrscheinlich von Christoph Wilhelm Meuser aus Schney, zeigt den Turm bereits mit einer Kuppelhaube. Die oberen zwei Stockwerke sind achteckig und in Fachwerk errichtet. Das oberste Geschoss und die Kuppel werden 1802
„wegen drohender Gefahr des Einsturzes“ nach Plänen von Lorenz Fink neu erbaut. 1876 erhält der Turm eine Uhr. Am 1. Januar 1878 wird das vom Türmer verrichtete Anblasen der Stunden eingestellt. Im Jahr 1900 stellt man die Höhe des Turmes fest. Diese beträgt 36 Meter. Die Wohnung des Türmers ist ab 1905 Dienstwohnung für einen Polizeibeamten. Ab 1912 wird die Wohnung privat vermietet. 1924 erhält der Torturm elektrisches Licht. In den 1960er Jahren gibt es Überlegungen, im Oberen Torturm eine Heimatstube einzurichten. Eine Ausstellung zum Thema Flechten/Korbhandel wird in den 1980er Jahren gezeigt.

Von Juni 1991 bis Anfang 2009 können im Oberen Torturm Korbwaren gekauft
werden.

Der Turm wird 2010 aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit geschlossen.

2019 wird der Turm brandschutztechnisch ertüchtigt und ist seit 2020 für Besucher wieder zugänglich.
Er beherbergt u.a. die Sammlung der Fossilien des Jura sowie die Ausstellung „Stadtsanierung – Die Stadt Lichtenfels im Wandel“.


Sammlung „Fossilien des Jura“
Die Stadt Lichtenfels hat die Sammlung „Fossilien des Jura“ im Jahr 1980 erworben. Diese Fossilien wurden über Jahrzehnte hinweg mit großer Sachkenntnis von Herrn Waldemar Backert gesammelt und präpariert.
Bei der Einrichtung der Sammlung im Jahr 1997 erhielt die Stadt Lichtenfels
eine Förderung von der Oberfrankenstiftung und dem Landkreis Lichtenfels.
Bis 2015 fand die Sammlung ihren Platz im Dachgeschoss des historischen Rathauses. Im Zuge der Rathausrenovierung zog die Sammlung im Jahre 2015 in die Herzog-Otto-Mittelschule um. Ab 2020 ist die Sammlung „Fossilien des Jura“ am neuen Standort im Oberen Torturm zu besichtigen.
Der Jura war in der Erdgeschichte die mittlere Formation des Mesozoikums (Erdmittelalter). Der Jura begann vor etwa 201,3 Millionen Jahren und endete vor etwa 145 Millionen Jahren. Im damals vorherrschenden warmen Klima entwickelte sich vielfältiges Leben von Fauna und Flora an Land, im Wasser und in der Luft. So wird das Faunenspektrum im Jura vor allem von Ammoniten, Nautiliden und Belemniten beherrscht.
In den Gesteinen hat sich eine große Anzahl von ihnen in Form von Fossilien mit oft beeindruckendem Detaillierungsgrad erhalten. Die Sammlung „Fossilien
des Jura“ umfasst Fossilien aus dem deutschen und ausländischen Jura. Mit Schwerpunkt auf Fundgebieten im weiteren Einzugsgebiet von Lichtenfels, vermittelt sie einen repräsentativen Querschnitt durch den Fossilreichtum und die Fossilgemeinschaft des Jura.


Veranstaltungsort: Oberer Torturm Lichtenfels, Marktplatz 42, 96215 Lichtenfels

Kontakt: Tourist-Information, Marktplatz 10, Tel: 09571/795-101

Karten: Erw. 1,- € | Kinder bis 14 Jahre frei

Veranstalter: Stadt Lichtenfels

Öffnungszeiten:
Montag: geschlossen
Dienstag: geschlossen
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: geschlossen
Freitag: 14:00 - 17:00 Uhr
Samstag: geschlossen
Sonntag: 14:00 - 17:00 Uhr